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Netzwerken richtig gemacht: Karrierechancen als Berufseinsteiger nutzen

Written by
ELEVEL
Last updated:
March 14, 2024
-
4 min read

Professionelles Netzwerk aufbauen als Berufseinsteiger: LinkedIn-Strategien, Events und Informational Interviews für nachhaltige Karrierekontakte

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Kurz gesagt: Persönliche Kontakte sind in Deutschland einer der wichtigsten Wege in den Job: Nach der IAB-Stellenerhebung wird rund ein Drittel aller Neueinstellungen über persönliche Kontakte besetzt. Ein Netzwerk entsteht aber nicht durch Kontaktesammeln, sondern durch echte Beziehungen: gepflegtes LinkedIn-Profil, personalisierte Kontaktanfragen, durchdachte Kommentare, lieber fünf echte Gespräche pro Event als 20 Visitenkarten und Informational Interviews von 20 bis 30 Minuten. Entscheidend ist die Pflege danach.

Warum Netzwerken heute wichtiger ist als je zuvor

Persönliche Kontakte gehören in Deutschland zu den wichtigsten Wegen in eine neue Stelle: Nach der IAB-Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird rund ein Drittel aller Neueinstellungen über persönliche Kontakte besetzt — mehr als über jeden anderen einzelnen Weg. Ein starkes Netzwerk ist damit einer der größten Karriere-Hebel den du als Berufseinsteiger hast. In diesem Guide lernst du wie du echte, nachhaltige Berufskontakte aufbaust — ohne dich dabei falsch oder aufdringlich zu fühlen.

1. Das richtige Mindset: Netzwerken ist kein Kontaktesammeln

Der größte Irrtum beim Thema Netzwerken: Es geht darum, Kontakte zu sammeln die dir nützen. Dieser Ansatz scheitert immer. Der bessere Ansatz: Netzwerken heißt echte Beziehungen aufbauen in denen beide Seiten voneinander profitieren.

  • Frage nicht „Was kann diese Person für mich tun?“
  • Frage stattdessen: „Was kann ich dieser Person anbieten?“
  • Authentisches Interesse an der anderen Person ist die Grundlage jeder nachhaltigen Beziehung

2. LinkedIn optimal nutzen

LinkedIn ist das wichtigste Netzwerk-Tool für Berufsstarter in Deutschland. Konkrete Aktionen:

  • Profil optimieren: Professionelles Foto, aussagekräftige Headline, vollständiger Lebenslauf
  • Regelmäßig posten: Eigene Gedanken zu Branchenthemen teilen schafft Sichtbarkeit
  • Gezielt vernetzen: Nach Veranstaltungen oder Interviews immer eine personalisierte Kontaktanfrage senden
  • Kommentieren: Durchdachte Kommentare auf Beiträge anderer bringen oft mehr als eigene Posts

3. Events und Veranstaltungen nutzen

Digitale Kontakte sind wertvoll — persönliche Begegnungen sind unersetzlich. Wo findest du relevante Events?

  • Hochschul-Karrieremessen und -events
  • Branchenspezifische Konferenzen und Meetups
  • ELEVEL Live-Webinare als Networking-Gelegenheit nutzen
  • Alumni-Netzwerke deiner Universität

Beim Event selbst: Qualität vor Quantität. Fünf echte Gespräche sind wertvoller als 20 Visitenkarten.

4. Informational Interviews führen

Eine der wirksamsten aber am meisten unterschätzten Networking-Methoden: Kurze Gespräche (20–30 Minuten) mit Menschen in Positionen oder Branchen die dich interessieren.

  • Wende dich direkt über LinkedIn an Personen die du respektierst
  • Sei konkret: „Ich würde gerne 20 Minuten von Ihren Erfahrungen bei X lernen“
  • Stelle offene Fragen, höre aktiv zu
  • Bedanke dich im Nachgang per Nachricht

5. Beziehungen langfristig pflegen

Ein Kontakt ist keine Beziehung. Beziehungen entstehen durch regelmäßige, echte Interaktion.

  • Artikel teilen die für den anderen relevant sein könnten
  • Zu Karriereschritten oder Erfolgen gratulieren
  • Gelegentlich fragen wie es jemandem geht — ohne direkt etwas zu wollen
  • Eigene Expertise anbieten wenn du helfen kannst

6. Netzwerken überwinden: Wenn es sich falsch anfühlt

Viele Berufsstarter fühlen sich beim Netzwerken unkomfortabel. Das ist normal. Konkrete Hilfen:

  • Starte mit warmen Kontakten: Kommilitonen, Ex-Kollegen, Professoren
  • Nutze gemeinsame Interessen: Ein geteiltes Fachthema macht den Einstieg leichter
  • Akzeptiere Ablehnung: Nicht jeder antwortet — das ist kein persönliches Versagen

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Jobs werden wirklich über persönliche Kontakte vergeben?

Die kursierende Zahl „85 Prozent“ geht auf einen LinkedIn-Blogbeitrag von 2016 zurück und ist keine Studie. Für Deutschland liefert die IAB-Stellenerhebung belastbare Werte: Rund ein Drittel aller Neueinstellungen kommt über persönliche Kontakte zustande. Das ist der häufigste einzelne Weg — aber eben nicht die überwältigende Mehrheit.

Wie fange ich mit Netzwerken an, wenn ich noch niemanden kenne?

Mit den warmen Kontakten, die du bereits hast: Kommilitonen, ehemalige Kollegen aus Praktika und Werkstudentenjobs, Professorinnen und Professoren, das Alumni-Netzwerk deiner Hochschule. Diese Kontakte antworten deutlich häufiger als Fremde — und aus ihnen entstehen die Weiterempfehlungen, die dein Netzwerk erst öffnen.

Was schreibe ich in eine LinkedIn-Kontaktanfrage?

Immer eine kurze persönliche Notiz statt der leeren Standardanfrage: woher du die Person kennst oder wo du auf sie gestoßen bist, was dich konkret interessiert und — falls du etwas willst — eine klar begrenzte Bitte. Zwei bis drei Sätze reichen. Anfragen ohne Notiz werden deutlich seltener angenommen.

Was ist ein Informational Interview?

Ein kurzes Gespräch von 20 bis 30 Minuten, in dem du jemanden zu seinem Beruf, seiner Branche oder seinem Werdegang befragst — ausdrücklich ohne Bewerbungsabsicht. Es kostet die Gegenseite wenig und liefert dir Einblicke, die in keiner Stellenanzeige stehen. Formuliere die Anfrage konkret und nenne die Zeitspanne von vornherein.

Wie oft sollte ich mich bei Kontakten melden?

Es gibt keinen festen Takt, aber eine Faustregel: mehrmals im Jahr mit echtem Anlass statt monatlich ohne. Ein passender Artikel, ein Glückwunsch zu einem neuen Job, eine kurze Rückmeldung auf einen Beitrag. Wichtig ist, dass die Mehrheit deiner Kontaktaufnahmen nichts von der anderen Person verlangt.

Ist Netzwerken nicht Vetternwirtschaft?

Nein — solange du über Kontakte Sichtbarkeit und Informationen gewinnst und nicht eine Auswahlentscheidung umgehst. Eine Empfehlung bringt dich in den Bewerbungsprozess, bestehen musst du ihn selbst. Genau deshalb ist Netzwerken auch für Berufsstarter ohne familiäre Kontakte erlernbar: Es beruht auf Gesprächen, nicht auf Herkunft.

Passend dazu: Selbstvertrauen aufbauen · Präsentieren mit Wirkung · Präsentation halten: Tipps

Fazit

Ein starkes Netzwerk ist kein Zufall — es entsteht durch regelmäßige, echte Interaktion. Mit den richtigen Strategien auf LinkedIn, bei Events und durch Informational Interviews baust du dir ein Netzwerk das deine Karriere langfristig voranbringt. Jetzt kostenlos registrieren bei ELEVEL.

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