ELEVELAssistenzarzt-Gehalt nach TV-Ärzte-Tarif: 5.610 € im kommunalen Krankenhaus, 5.793 € an der Uniklinik, rund 5.842 € bei Helios. Nach 5 Jahren ~7.018 €.
Kurz gesagt: Assistenzärzt:innen verdienen zum Berufseinstieg nach den TV-Ärzte-Tarifverträgen je nach Träger zwischen 5.610 € und 5.842 € brutto im Monat bei einer 40-Stunden-Woche. Entscheidend ist, an welchem Haus du anfängst — kommunal, an einer Uniklinik oder bei einem privaten Verbund.
| Situation | Brutto / Monat |
|---|---|
| Kommunales Krankenhaus (TV-Ärzte/VKA, Ä1 Stufe 1), Berufseinstieg | 5.609,85 € (ab 08/2025), 5.722,05 € ab 06/2026 |
| Uniklinik (TV-Ärzte/TdL, Ä1 Stufe 1), Berufsstart | 5.792,90 € |
| Privater Verbund (Helios, 1. Jahr) | 5.842,13 € |
| Kommunal nach ~5 Jahren (Ä1 Stufe 5) | 7.018,01 € |
Alle Angaben sind Bruttowerte ohne Zulagen und Sonderzahlungen.
Viele junge Leute wollen heutzutage Assistenzärztin oder Assistenzarzt werden. Doch wie sieht es mit dem Assistenzarzt Gehalt aus? Was muss ich rund um das Studium wissen und wie kann man sich im Laufe des Berufes noch weiterbilden?
Viele Fragen, die aufkommen. In diesem Blogbeitrag wollen wir sie für dich beantworten.
Man muss nach einem erfolgreichen und sehr guten Abitur ein Medizinstudium bewerkstelligen. Um sich immatrikulieren zu können steht an aktuellen Hochschulen ein Numerus Clausus von 1,0 bis 1,2 im Raum. Dieser stellt für die meisten Anwärter die erste Hürde da.
Die Studienplätze im Bereich der Medizin werden in Deutschland zentral vergeben. Ein möglicher weiterer Faktor parallel zum Numerus Clausus ist die Wartezeit. Auf sie kann man Einfluss nehmen, durch das Absolvieren eines freiwilligen sozialen Jahres oder ökologischen Jahres. Die aktuelle Wartezeit für den Studienplatz im Fachbereich der Medizin beträgt 14 Semester.
Jeden Abschnitt des Studiums hat man mit einer umfangreichen Prüfung zu beenden. Die ersten vier Semester in Medizin heißen Vorklinik. Daran anknüpfend absolviert man das Pflegepraktikum. Hier stehen praktische Einblicke in den Alltag eines Klinikums auf der Agenda.
Das Physikum ist das erste Staatsexamen in der Medizin und ist mit viel Lernen verbunden.
Hierauf folgt der Klinikum-Abschnitt der Assistenzarzt-Ausbildung.
Der erste Patientenkontakt wird während des Klinikums-Abschnitts realisiert und du erhältst binnen fünf Semestern Einblick in die klinischen Fächer. Hierunter fallen innere Medizin, Chirurgie und Kinderheilkunde.
Mit dem schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamen endet dein viermonatiges ärztliches Praktikum nach der Assitensarzt- Ausbildung.
Die Approbation als Arzt oder Ärztin erhältst du nach dem Abschluss des mündlichen Teils des zweiten Staatsexamen. Diesen Teil macht man nach dem praktischen Jahr an einer Klinik. Unter Aufsicht übernimmt man für jeweils vier Monate ärztliche Aufgaben. Diese können in der inneren Medizin, der Chirurgie und in einem frei zu wählenden Fach sein.
Der Berufsstart steht vor der Tür und die damit verbundene Frage, was man nun eigentlich verdient.
Das Gehalt in den Krankenhäusern und an den Unikliniken orientiert sich an Tarifverträgen.
Ein hohes Einstiegsgehalt zahlt der private Klinikverbund Helios. Findest du dort, beim größten privaten deutschen Klinikverbund, eine Anstellung, startest du im ersten Jahr mit rund 5.842 € brutto im Monat. Mit den Jahren steigt das Gehalt über die Stufen deutlich an — die höchsten Stufen liegen über 7.000 € brutto.
Am unteren Ende des Gehalts befinden sich die Kliniken in kirchlicher Trägerschaft. Diese bilden durch die Arbeitsvertragsrichtlinien das Schlusslicht.
Besondere Dienste, wie Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft nehmen noch weiteren Einfluss auf dein Assistenzarzt Gehalt. Diese erfahren Vergütung nach einem festen Stundensatz.
Nach dem Tarifvertrag TV-Ärzte/VKA für kommunale Krankenhäuser verdient ein Assistenzarzt für 40 Stunden die Woche zum Berufseinstieg 5.609,85 € (Ä1, Stufe 1; ab 01.08.2025, ab 01.06.2026 dann 5.722,05 €). Dank der ärztlichen Berufserfahrung steigt das Gehalt binnen der ersten fünf Jahre auf rund 7.018 € brutto an (Stufe 5).
An Unikliniken (Tarifvertrag TV-Ärzte/TdL) verdient man zum Einstieg meist etwas mehr als in kommunalen Häusern. Zum Berufsstart beläuft sich das Assistenzarzt Gehalt auf 5.792,90 € (Ä1, Stufe 1) und steigt über die Stufen bis auf rund 7.247 € (Stufe 5) an.
Es ist aber wichtig zu wissen, dass Assistenzärzte nicht überall gleich verdienen. Die TV-Ärzte-Tarife gelten zwar bundeseinheitlich — es gibt also keine systematische West-Ost-Staffelung —, doch die konkrete Vergütung hängt vom Träger (kommunal, Uniklinik, privat oder kirchlich) sowie von Zulagen und Diensten ab. Zur Einordnung: Über alle Ärztinnen und Ärzte hinweg — also inklusive der bereits weitergebildeten Fachärzte — liegt der Median laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 7.450 € brutto im Monat; für Berufseinsteiger:innen sind die oben genannten Tarif-Einstiegswerte maßgeblich.
Während der Zeit als Assistenzarzt beginnt eine Ausbildung zum Facharzt. Somit erlangst du einen Facharzttitel in deinem Fachgebiet. Die Dauer beträgt in der Regel zwischen 60 und 71 Monaten.
Gender Erklärung:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Blog Artikel die Sprachform des generischen Maskulinums angewendet. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.
Im kommunalen Krankenhaus sind es nach TV-Ärzte/VKA bei einer 40-Stunden-Woche 5.609,85 € brutto im Monat (Stufe 1; ab 01.06.2026 dann 5.722,05 €). An einer Uniklinik (TV-Ärzte/TdL) startet man mit 5.792,90 €, beim privaten Verbund Helios mit rund 5.842 €.
Mit der ärztlichen Berufserfahrung steigt man automatisch in höhere Gehaltsstufen. Im kommunalen Bereich (TV-Ärzte/VKA) steigt das Gehalt binnen fünf Jahren vom Einstieg (5.609,85 €) auf rund 7.018 € brutto in Stufe 5.
Nein, nicht systematisch. Die TV-Ärzte-Tarife (VKA und TdL) gelten bundeseinheitlich, es gibt also keine feste West-Ost-Staffelung. Unterschiede entstehen vor allem über den Träger (kommunal, Uni, privat, kirchlich) sowie über Zulagen und Dienste.
Zum Berufsstart zahlen Unikliniken (TdL, 5.792,90 €) und private Verbünde wie Helios (rund 5.842 €) etwas mehr als kommunale Häuser (VKA, 5.609,85 €). Die Unterschiede bewegen sich in der Größenordnung von rund 180 bis 230 € im Monat.
Stand: August 2026. Ohne Gewähr; maßgeblich sind die gültigen TV-Ärzte-Tariftabellen und amtlichen Statistiken. Keine individuelle Beratung.
→ Vergleiche dieses Gehalt mit über 50 weiteren Berufen in der großen Gehaltsübersicht 2026.