ELEVELELEVEL
Live SessionsLoginAccount erstellenMein Profil
Business Skills

Projektmanagement Methoden: Scrum, Kanban & Co. im Überblick

Written by
ELEVEL
Last updated:
June 1, 2026
-
4 min read

Projektmanagement Methoden im Vergleich: Scrum, Kanban, Wasserfall, PRINCE2 und OKR erklärt. Welche Methode passt wann? Guide für Einsteiger und Professionals.

Learn future Skills for free

Explore and learn variety of relevant skills through our online courses and live sessions
Scroll to read more

Kurz gesagt: Fünf Methoden decken die meisten Projekte ab. Wasserfall arbeitet Phasen nacheinander ab und passt, wenn die Anforderungen klar und stabil sind. Scrum teilt die Arbeit in Sprints von zwei bis vier Wochen mit den Rollen Product Owner, Scrum Master und Development Team. Kanban kennt keine Sprints, sondern einen kontinuierlichen Fluss mit WIP-Limits. PRINCE2 ist das dokumentationsstarke Framework für Großprojekte, OKR kein Projekt-, sondern ein Zielsystem (3–5 Objectives mit je 2–4 Key Results; 60–70 % Zielerreichung gelten als Erfolg).

Projektmanagement Methoden: Warum die Wahl entscheidet

Ob Start-up oder DAX-Konzern: Projekte scheitern selten wegen mangelnder Fachkompetenz — sondern wegen schlechter Organisation. Die richtige Projektmanagement-Methode sorgt dafür dass Teams fokussiert, transparent und effizient arbeiten. Doch welche Methode passt zu welchem Projekt? In diesem Guide lernst du die wichtigsten Ansätze kennen und weißt danach welche du wann einsetzen solltest.

1. Klassisches Projektmanagement (Wasserfallmodell)

Das Wasserfallmodell ist der älteste und bekannteste Ansatz. Phasen werden sequenziell durchlaufen: Anforderungen → Design → Entwicklung → Test → Einführung. Jede Phase wird vollständig abgeschlossen bevor die nächste beginnt.

  • Vorteile: Klar strukturiert, gut planbar, einfach zu dokumentieren
  • Nachteile: Keine Flexibilität bei Änderungen, spätes Nutzerfeedback, hohe Fehlerkosten
  • Geeignet für: Bauprojekte, Compliance-Vorhaben, klar definierte Anforderungen

2. Scrum: Agiles Arbeiten in Sprints

Scrum ist das populärste agile Framework weltweit. Arbeit wird in Sprints von 2–4 Wochen aufgeteilt. Am Ende jedes Sprints gibt es ein vorzeigbares Ergebnis und direktes Feedback.

  • Scrum-Rollen: Product Owner (Prioritäten), Scrum Master (Prozessbegleitung), Development Team (Umsetzung)
  • Scrum-Events: Sprint Planning, Daily Standup, Sprint Review, Retrospektive
  • Vorteile: Höchste Flexibilität, frühes Kundenfeedback, regelmäßige Kurskorrektur
  • Geeignet für: Software-Entwicklung, Produktentwicklung, komplexe Teams

3. Kanban: Kontinuierlicher Fluss statt Sprints

Kanban visualisiert den Arbeitsfluss über ein Board mit Spalten (To Do → In Progress → Done). Anders als Scrum gibt es keine festen Sprints — Aufgaben fließen kontinuierlich durch das System.

  • Kernprinzip: WIP-Limits (Work in Progress) verhindern Multitasking und Überlastung
  • Vorteile: Einfach einzuführen, sofort sichtbar, ideal für Support-Teams
  • Geeignet für: IT-Support, Marketing, Teams mit variablem Aufgabenmix

4. PRINCE2: Strukturiertes PM für Großprojekte

PRINCE2 ist ein zertifiziertes PM-Framework mit klaren Rollen, Phasen und Dokumentationsanforderungen. In der öffentlichen Verwaltung und bei Großprojekten weit verbreitet.

  • Vorteile: Klar definierte Verantwortlichkeiten, hervorragende Skalierbarkeit
  • Nachteile: Hoher Dokumentationsaufwand, wenig flexibel bei Änderungen
  • Geeignet für: Großprojekte, internationale Teams, stark regulierte Branchen

5. OKR: Ziele und Ergebnisse strategisch messen

OKR (Objectives and Key Results) ist kein PM-Framework im klassischen Sinne, sondern ein Zielsetzungssystem. Von Intel entwickelt, durch Google popularisiert. Objectives sind ambitionierte Ziele, Key Results messbare Erfolgsindikatoren.

  • Typisches OKR-Quartal: 3–5 Objectives, je 2–4 Key Results
  • 60–70% Zielerreichung gilt als Erfolg — Ziele sollen herausfordernd sein
  • Geeignet für: Unternehmensstrategie, Team-Alignment, Start-ups und Skalierungsphasen

6. Welche Methode passt wann?

Eine schnelle Entscheidungshilfe:

  • Anforderungen klar, stabile Umgebung: Wasserfallmodell
  • Software/Produkt, häufige Änderungen: Scrum
  • Laufende Aufgaben, kein fester Projektzyklus: Kanban
  • Großprojekt, viele Stakeholder: PRINCE2
  • Strategie und Ziele ausrichten: OKR

7. Zertifizierungen: Lohnt sich das?

Für Berufsstarter und Professionals gibt es mehrere Zertifizierungsoptionen:

  • PSM I (Professional Scrum Master): Einsteiger-Zertifikat von Scrum.org, 200 US-Dollar pro Prüfungsversuch, online, sehr anerkannt und lebenslang gültig
  • PMI PMP: Das bekannteste PM-Zertifikat weltweit, für erfahrene PMs
  • PRINCE2 Foundation: Weit verbreitet in der öffentlichen Verwaltung und Banken

Häufig gestellte Fragen

Welche Projektmanagement-Methoden sollte ich kennen?

Fünf: das klassische Wasserfallmodell, die agilen Ansätze Scrum und Kanban, das stark strukturierte PRINCE2 für Großprojekte und OKR als Zielsystem. Keine davon ist universell die beste – entscheidend ist, sie situativ einsetzen zu können.

Was ist der Unterschied zwischen Scrum und Kanban?

Scrum arbeitet in festen Sprints von zwei bis vier Wochen, an deren Ende ein vorzeigbares Ergebnis steht. Kanban kennt keine Sprints: Aufgaben fließen kontinuierlich über ein Board von To Do über In Progress nach Done, begrenzt durch WIP-Limits, die Multitasking und Überlastung verhindern.

Wann ist das Wasserfallmodell die richtige Wahl?

Wenn die Anforderungen von Anfang an klar sind und sich die Umgebung nicht ständig ändert – etwa bei Bauprojekten oder Compliance-Vorhaben. Der Preis dafür: kaum Flexibilität bei Änderungen, spätes Nutzerfeedback und hohe Fehlerkosten.

Welche Rollen und Termine gehören zu Scrum?

Drei Rollen: Product Owner (Prioritäten), Scrum Master (Prozessbegleitung) und Development Team (Umsetzung). Dazu vier feste Termine je Sprint: Sprint Planning, Daily Standup, Sprint Review und Retrospektive.

Was sind OKR und wie werden sie gesetzt?

OKR steht für Objectives and Key Results – ein Zielsystem, das bei Intel entstand und durch Google bekannt wurde. Ein typisches Quartal umfasst drei bis fünf Objectives mit je zwei bis vier messbaren Key Results. Schon 60 bis 70 Prozent Zielerreichung gelten als Erfolg, denn die Ziele sollen bewusst herausfordernd sein.

📖 Weiterführende Artikel

Für Unternehmen, die ihr Team hierzu schulen möchten, bietet ELEVEL den Agiles Projektmanagement: Inhouse-Workshop.

🎓 Projektmanagement live trainieren

In den ELEVEL Live-Webinaren lernst du von erfahrenen Projektmanagern aus DAX-Unternehmen welche Methode wann passt und wie du sie direkt anwendest.

  • 📌 Format: Interaktives Live-Webinar mit Q&A
  • 🎓 Zertifikat: Für Lebenslauf und LinkedIn
  • 💰 Kosten: Komplett kostenlos

→ Jetzt kostenlos registrieren

Fazit

Es gibt keine universell beste Projektmanagement-Methode. Wer die gängigen Ansätze kennt und situativ einsetzen kann, ist in jedem Team ein Gewinn. Jetzt kostenlos bei ELEVEL registrieren und PM-Skills vertiefen.

Business Skills live lernen – kostenlos

→ Kostenlos ansehen