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Networking als Student: So baust du Kontakte auf die zählen

Networking als Student: Mit diesen Tipps, Strategien und konkreten Schritten baust du ein Netzwerk das dir Karriere-Türen öffnet die andere nicht mal sehen.

Studierende tauschen Visitenkarten aus – Netzwerken als Student und Kontakte aufbauen die zählen

Warum Networking der unterschätzte Karriere-Beschleuniger ist

Eine Studie von LinkedIn zeigt: Rund 80 % aller Jobs werden nicht öffentlich ausgeschrieben – sie werden über Netzwerke besetzt. Das bedeutet: Wer nur Stellen-Inserate checkt, sieht weniger als ein Fünftel des tatsächlichen Jobmarkts. Networking ist nicht optional – es ist der Zugang zu den besten Stellen.

Gleichzeitig ist Networking das Thema über das Studierende am meisten grübeln. Was sagt man? Ist es nicht irgendwie aufgesetzt? Was will ich überhaupt? Die gute Nachricht: effektives Networking ist keine Persönlichkeitseigenschaft sondern eine Technik. Und je früher du anfängst, desto mehr Zeit haben deine Kontakte zu wachsen. Kombiniere Networking mit einem optimierten LinkedIn-Profil – der digitale und der persönliche Netzwerkaufbau ergänzen sich perfekt.

1. Das richtige Networking-Mindset

Der größte Fehler beim Networking: es als Einbahnstraße zu betrachten. Wer networkt um etwas zu bekommen, wirkt transaktional – und das merken die Menschen. Erfolgreiches Networking beginnt mit echter Neugier: Was macht diese Person interessant? Was kann ich von ihr lernen? Wie kann ich ihr vielleicht sogar helfen?

Das klingt altruistisch, ist aber auch strategisch klug. Menschen helfen gern anderen die sie respektieren und die sie als wertvoll erachten. Wer genuines Interesse zeigt und einen Mehrwert bietet – auch wenn dieser klein ist – wird erinnert. Und wer erinnert wird, kommt in Betracht wenn eine Stelle besetzt werden soll.

2. Wo Studierende effektiv netzwerken können

Karrieremessen an der Hochschule: Jede Universität organisiert mehrmals jährlich Karrieremessen. Diese sind Gold wert – nicht weil du dort einen Job bekommst, sondern weil du in kurzer Zeit mit Vertretern vieler Unternehmen sprichst. Vorbereitung: Recherchiere die 5–10 Unternehmen die dich am meisten interessieren, überlege welche eine Frage du stellen möchtest, und hab deine Kurzvorstellung bereit.

Unternehmenspräsentationen an der Uni: Noch wertvoller als Messen. In kleinerem Rahmen, persönlicheres Gespräch. Wer nach der Präsentation einen kurzen 1:1-Austausch sucht, hat bereits einen großen Vorteil gegenüber den meisten anderen Studierenden.

LinkedIn – der digitale Netzwerkhub: Trenne LinkedIn von Job-Suche. LinkedIn ist zunächst ein Lern- und Vernetzungsinstrument. Folge Personen in deiner Wunschbranche, kommentiere ihre Beiträge (durchdacht, nicht „Toller Post!“), und schreibe gezielt Alumni deiner Hochschule an.

Alumni-Netzwerke: Fast alle Hochschulen haben Alumni-Netzwerke. Diese sind enorm wertvoll, weil Alumni oft bereit sind Studierenden derselben Uni zu helfen – sie erinnern sich an die eigene Situation. Viele Hochschulen organisieren auch Alumni-Mentoring-Programme.

3. Networking-Gespräche richtig führen

Die Kunst des Networking-Gesprächs liegt im Zuhören, nicht im Reden. Eine einfache Struktur die funktioniert: Kurze Vorstellung (30 Sekunden: wer du bist, was du studierst, was dich antreibt), eine spezifische Frage basierend auf deiner Recherche über die Person, und echtes Zuhören mit Folgefragen.

Was du nicht tun solltest: sofort nach Jobs oder Praktika fragen. Das wirkt ungeduldig und transaktional. Stattdessen: Baue die Beziehung auf, zeige Interesse, und lass sich das Thema Karriere natürlich entwickeln. Wenn die Verbindung gut ist, wird die andere Person von sich aus fragen was du suchst.

Nach dem Gespräch: Immer eine kurze Nachricht auf LinkedIn oder per E-Mail senden. Nicht „Nett dich kennengelernt zu haben“, sondern eine Referenz zum Gespräch: „Nachdem wir über [Thema] gesprochen haben, habe ich [Artikel/Buch] gefunden das mich daran erinnert hat – vielleicht interessiert es dich.“ Das ist Networking auf höchstem Niveau.

4. Informationsgespräche: Der effektivste Networking-Move

Ein Informationsgespräch (auch „Informational Interview“) ist ein 15–30-minütiges Gespräch mit jemandem aus deiner Wunschbranche – nicht um einen Job zu bekommen, sondern um zu lernen. Es ist einer der wirksamsten Networking-Moves und wird von den wenigsten Studierenden genutzt.

So fragst du an: „Ich studiere [Fach] und interessiere mich sehr für [Branche/Bereich]. Wären Sie bereit mir 20 Minuten für ein kurzes Gespräch zu geben? Ich würde gerne verstehen wie Sie in Ihre aktuelle Position gekommen sind und was Sie an der Arbeit begeistert.“ Die Erfolgsrate ist überraschend hoch – die meisten Menschen sprechen gern über ihren eigenen Karriereweg.

5. Digitales Networking meistern

LinkedIn ist für Studierende das wichtigste Networking-Tool. Drei konkrete Aktionen die sofort wirken: Erstens, verbinde dich mit jedem Dozenten, Praktikumsbetreuer und Kommilitonen – diese sind später wertvolle Multiplikatoren. Zweitens, poste regelmäßig Lernerkenntnisse aus Vorlesungen, Webinaren oder Büchern – das positioniert dich als jemand der aktiv lernt. Drittens, schreibe wertvolle Kommentare unter Beiträgen von Personen in deiner Wunschbranche – das fällt auf ohne aufdringlich zu sein.

Vergiss nicht: Networking findet nicht nur online statt. Aber ein starkes LinkedIn-Profil ist die Grundlage für jeden Networking-Schritt. Unser Guide erklärt wie du dein LinkedIn-Profil als Student optimierst.

Häufig gestellte Fragen

Wie fange ich als Student mit Networking an?

Starte mit deinem direkten Umfeld: Dozenten, Kommilitonen, Praktikumsbetreuer. Dann LinkedIn: optimiere dein Profil und schreibe 5 Alumni an. Besuche die nächste Karrieremesse deiner Hochschule mit einer konkreten Frage für jedes interessante Unternehmen. Das sind die drei ersten Schritte.

Wie schreibe ich jemanden auf LinkedIn an ohne aufdringlich zu wirken?

Mit einer spezifischen, kurzen Nachricht die zeigt dass du dich informiert hast. Nicht: „Kannst du mir helfen einen Job zu finden?“ Sondern: „Ich habe deinen Beitrag über [Thema] gelesen und fand deine Perspektive sehr interessant. Als Student der sich für [Bereich] interessiert, würde mich interessieren wie du [konkrete Frage] siehst.“

Was ist ein Informationsgespräch und wie bitte ich darum?

Ein 15–30-minütiges Gespräch mit jemandem aus deiner Wunschbranche – zum Lernen, nicht um einen Job zu bekommen. Anfrage: „Wären Sie bereit mir 20 Minuten für ein kurzes Gespräch zu geben? Ich interessiere mich für [Bereich] und möchte verstehen wie Sie Ihren Karriereweg gestaltet haben.“

Networking ist mir unangenehm – was tun?

Das geht fast allen so. Der Trick: Fokussiere dich auf echte Neugier statt auf Ziele. Stell dir vor du willst eine interessante Person kennenlernen – nicht einen Kontakt generieren. Starte klein: ein Gespräch nach einer Vorlesung, ein LinkedIn-Kommentar, eine E-Mail an einen Alumni.

Wo kann ich Networking-Skills kostenlos üben?

Bei ELEVEL gibt es kostenlose Live-Webinare zu Karriere, Bewerbung und Networking – interaktiv, mit Q&A und persönlichem Zertifikat für Lebenslauf und LinkedIn.

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Fazit: Netzwerken lernt man durch Netzwerken

Fang heute an – mit einer LinkedIn-Vernetzung, einem Kommentar, einer E-Mail an einen Alumni. Jeder große Karriereschritt beginnt mit einem kleinen Gespräch. Und wer ein starkes Netzwerk aufbaut, braucht später keine Stellenausschreibungen mehr – die besten Jobs kommen über Kontakte. Mach parallel deinen Lebenslauf fit und bereite das Vorstellungsgespräch vor – wenn das Netzwerk liefert, musst du bereit sein.

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